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	<description>Böses GedankenGut</description>
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		<title>Glossenhauer</title>
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		<title>Der antifeministische Konsens in Österreich</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 11:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>universaldilettant</dc:creator>
				<category><![CDATA[keine Macht für Niemand]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Artikel sollte vor der Rektoratswahl online gehen, doch ich entschied nicht ihn nicht zu veröffentlichen, da ich glaubte, die FLUG hält sich an die Spielregeln, die sie bei den anderen Fraktionen vermisst. Dem ist nicht der Fall, wie die letzten Tage beweisen, deswegen ist es mir ein Anliegen die Wahrheit über diese Diffuse Fraktion [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=201&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel sollte vor der Rektoratswahl online gehen, doch ich entschied nicht ihn nicht zu veröffentlichen, da ich glaubte, die FLUG hält sich an die Spielregeln, die sie bei den anderen Fraktionen vermisst. Dem ist nicht der Fall, wie die letzten Tage beweisen, deswegen ist es mir ein Anliegen die Wahrheit über diese Diffuse Fraktion ans Licht zu bringen</p>
<p>Feminismus ist nichts Böses. Es nicht darum, dass Frauen die Weltherrschaft an sich reißen, sondern dass Frauen bei gleichen Fähigkeiten gleich hoch in der Karriereleiter aufsteigen können und dass sie die gleichen Chancen haben wie Männer. Und vieles mehr was zur Chancengleicheit und Gleichstellung führt.</p>
<p>Er gibt auch nur mehr sehr wenige Menschen, die solche Forderungen ablehnen. Wie kann man schon dagegen sein, dass eine Frau, nur wegen ihrem Geschlecht nicht die Position erhält, die sie verdient. Meistens sind es irgendwelche Menschen(natürlich auch Frauen), die sich nicht hinreichend mit dem Thema beschäftigt haben oder die in Männerbünden vor sich hin tümmeln.</p>
<p>So weit, so gewöhnlich. In Österreich sind jedoch Frauen in Toppositionen äußerst rar gesäht – andere Staaten sind da viel weiter. Warum lässt sich an einem Beispiel in der Universitätsvertretung(UV) in Graz zeigen: Im Allgemeinen ist man ja für Gleichstellung, aber im Speziellen, wenn es ums Eingemachte geht, dann findet man eben irgendwelchen fadenscheinigen Gründe, warum man jetzt nicht für eine Maßnahme sein soll, die zu mehr Gleichstellung und Gleichberechtigung führen würde.</p>
<p>Das Feld UV eignet sich gut, weil hier eigentlich junge aufgeschlossene Menschen sind, deren Meinungen noch nicht einzementiert sind. Diese Menschen sind politisch interessiert und informiert – sozusagen eine Elite. Zur Erklärung der Situation: An der Uni Graz soll bald eine RektorIn gewählt werden. Momentan gibt es zu wenige Rektorinnen. Die gläserne Decke behindert sie. Die gläserne Decke soll eine Erklärung geben, warum Frauen nicht in die oberste Etage des Managements kommen – sie geht davon aus, dass Frauen eine unsichtbare Wand vor sich haben, die unüberwindbar scheint. So auch bei den Rektoratsstellen – es gibt momentan nur 2 Rektorinnen, die erst kürzlich gewählt wurden. Geben sollte es mindestens zehn.</p>
<p>So wurde in der UV diskutiert, ob sich die ÖH dafür aussprechen sollte, dass eine Frau als Rektorin empfohlen werden sollte. Dieser Antrag, den Natalie Ziermann einbrachte, wurde – überraschend für mich – mit 12 Stimmen abgelehnt. Stattdessen wurde ein Antrag bestätigt, der von einer Fraktion stammt, deren Meinungsführer häufig in solchen Männerbünden aktiv sind. Die rabenschwarze Aktionsgemeinschaft hat den Antrag eingebracht, dass nach Fähigkeiten gewählt werden muss, unabhängig vom Geschlecht.</p>
<p>Ist ja alles schön und gut, aber genau mit solchen Argumentationen kann man erklären warum es eine gläserne Decke gibt. Die Menschen, die in den Entscheidungsgremien behaupten, sie wählen die Person unabhängig von der Fähigkeit. Das ist so ähnlich, wenn man sagt Frauen sind in der Sprache eh mitgemeint. Aber was nicht schwarz auf weiß da steht, das kann man leider nicht kontrollieren – und wissen das auch die Menschen, die die Texte dann lesen – das theoretische Rüstzeug liefert hier der linguistic turn.</p>
<p>Gleich bei der Rektor_innenwahl. Welche Fähigkeiten man wie bewertet ist rein subjektiv, und was die einzelnen Menschen denken ist auch unklar. So können Männer dezidiert frauenfeindlich sein, aber sie argumentieren dann, dass sie nach der besten Qualifikation ausgehen. Wobei es schon ein Fortschritt ist, dass ein Mensch in hoher Position nicht sagen kann, Frauen seien von Haus aus unbegabter. Genau so würde jede_r argumentieren. Viele Frauen argumentieren auch, dass sie anfangs einer Quote kritisch gegenüberstanden, aber dann eben Phänomene wie die Gläserne Decke bemerkten – und dann auf einmal verstehen, warum es eine Quote gibt – aber auch die Quotendiskussion soll hier nicht geführt werden. Ziel dieses Artikels ist es, den antifeministischen Konsens in Österreich an einem konkreten Beispiel zu belegen.</p>
<p>Ich möchte nicht die Aktionsgemeinschaft bearbeiten – sie ist konservativ bis reaktionär – und hat ein eher traditionelles Frauenbild (Männer müssen mehr verdienen; wenn jemand den Haushalt führt, dann die Frau etc.). Hier soll es um eine Gruppe gehen, die sich als unpolitisch definiert, und sich selber in der politischen Mitte sieht, und jeweils die bessere Lösung von links oder rechts herausholt – sozusagen ein „dritter Weg“ (nach Hitler und Blair/Schröder ein weiterer noch dazu recht unbeholfener Versuch). Aber auch die Technokratiediskussion möchte ich nicht führen. Zum besseren Verständnis ist es hilfreich, die Diskussion verfolgt zu haben.</p>
<p>Die Zusammenfassung der Fachschaftslisten(FLUG): Eine Gruppe von Menschen, die ungefähr die studentische Mitte repräsentiert (die Diskussion von der sozialen Zusammensetzung liefert zwar ein wenig andere Ergebnisse, aber für diesen Artikel genügt diese Verallgemeinerung), die politisch informiert, engagiert, jung und gegenüber Veränderung indifferent bzw. gespalten sind. Und die in nur wenigen Teilbereichen extreme Wertvorstellungen haben. Die einzelne Akteure der Fraktion sind natürlich ganz unterschiedlich. Die eigentliche politische Position ist auch durch organisationelle Strukturen und Zufälle bestimmt, die die einzelnen Akteure in der Organisation natürlich kaum reflektieren können.</p>
<p>Diese Gruppe hat also mehrheitlich gegen die Willensbekundung, dass eine Frau eine Führungsposition übernehmen soll, gestimmt. Die Abstimmung in der UV war natürlich geheim, aber man konnte anhand der Reaktionen und der Wortmeldungen bestimmten, wie sie abstimmten. Redensführer_innen waren Stefan Thum und Anna Hutter, beides politische Asse der FLUG.</p>
<p>Ein Argument war, auch die BMin Beatrix Karl sei, eine Frau – und dies hieße nicht, nur weil sie eine Frau sein, dass sie automatisch die beste Option für die Studierenden sei. Leider ist dieser Vergleich an einem Punkt falsch: Nicht die Frau ist studierendenfeindlich, sondern die Partei – die ÖVP – es ist in diesem Sinne egal, ob eine Frau oder ein Mann am Minister_innenstuhl sitzt. Oder schlagwortartig – wenn ein Mann inkompetent ist, dann ist es etwas Persönliches, bei einer Frau ist es immer deswegen, weil sie eine Frau ist. Z.B. an dem Vorurteil, dass Frauen schlecht in Mathe seien, kann man das sehr schön <a href="http://xkcd.com/385/">an diesem Comic</a> zeigen. Es werden einfach zwei verschiedene Maßstäbe genommen – Hahn war studierendenfeindlich, weil er bei der ÖVP ist. Karl ist studierendenfeindlich, obwohl sie eine Frau ist. Richtig wäre beides am Geschlecht festzumachen: als Hahn, weil/obwohl er ein Mann ist – aber da sieht man dann wie sinnlos diese Kategorie ist. Studierendenfreundlichkeit ist genauso ein Merkmal wie Qualifikation, das man beliebig drehen und wenden kann – es ist rein subjektiv. Man kann andere Gründe vorschieben. Natürlich, das ist ein grundsätzliches Problem in der demokratischen Entscheidungsprozessen(aber auch diese Diskussion soll nicht hier geführt werden).</p>
<p>Man dürfe eine Frau nicht bevorzugen, nur weil sie eine Frau sei. Männer benachteiligen, das geht nicht. Richtig, aber wie immer geht es um gleiche Qualifikation. Darüber kann man streiten. Deswegen sollte jede Personalentscheidung dringend reflektiert werden, inwieweit das Geschlecht eine Rolle spielt. Manchmal wundere ich mich selbst wie tief diese Vorurteile sitzen. So habe ich geglaubt, <a href="http://www.linksblog.at/2011/02/26/mehr-frauen-ins-web-2-0/">dass sich Frauen das Web 2.0 wesentlich langsamer aneignen</a> als sie es tatsächlich taten. Sie können diese neuen Technologien aber gleich gut bedienen und nutzen sie auch gleichermaßen viel (danke <a href="http://flog.fuchsy.com/post/geschlecht-und-internet.aspx">Fuchsy, der mich auf diesen Fehler hingewiesen hat</a> und nebenbei auch bei der FLUG ist). Die tatsächliche Benachteiligung liegt eher wieder im elitären bzw. oberen Bereich – dort sind wieder Männer in der Überzahl(wieder ist an die gläserne Decke zu denken). Ich habe aber indirekt den Frauen weniger zugetraut als Männern – und das obwohl ich mich für dieses Thema engagiere und interessiere. Da erscheint dann das Argument, Frauen sollten nicht bessergestellt werden, lächerlich. Selbst wenn einmal eine weniger qualifizierte Frau den Posten bekäme – man sollte auch das immer vermeiden – so ist das gegenteilige viel öfter der Fall – und wenn es eine Schiefe gibt, die allerdings einmal in Richtung Frau geht, dann kann man das verschmerzen. Gleichberechtigt ist dann, wenn die Fehlentscheidungen eine Quote von 50% haben. Da ist man weit entfernt: Deswegen ist das Argument unschlüssig vor einer Fehlentscheidung zu Gunsten Frauen zu warnen, mehr als zynisch. Relativierend ist zu sagen, dass Feminist_innen dies z.T. tun, aber die sind in Österreich in der Minderheit. Aber dazu später mehr.</p>
<p>Das Kernargument der FLUG war allerdings: Natalie Ziermann habe nicht die nötige Qualifikation zu entscheiden, ob eine Frau besser wäre, weil sie ist nicht Senatsmitglied und kennt nicht die detaillierten Unterlagen. Anders als die beiden anderen Hauptargumente, ist dieses kein Sachargument, sondern eine Personenargument. Man spricht die Eignung einer Person ab, in dem Fall durch Mangel an Information. Hier vor allem wieder Stefan Thum und Anna Hutter. Leider haben sie es verabsäumt – obwohl sie die Informationen offensichtlich hatten – diese darzulegen und zu zeigen, dass keine Frau studierendenfreundlich bzw. qualifiziert sei. Sie haben sogar versucht Natalie Ziermann aus der Reserve zu locken – nämlich unterstellten sie ihr, dass sie die Informationen widerrechtlich durch Cengiz Kulac angeeignet habe, weil diese vertraulich seien. Durch diese Unterstellung konnte die FLUG wesentlich leichter ihr Argument vorantreiben, dass Natalie nicht die nötige Kompetenz habe. Im klassischen Sinne eine Diskreditierung vom politischen Gegner bzw. in diesem Fall von einer Feministin. Es ist bezeichnend, dass dieses Argument und nicht die inhaltlichen gewählt wurden. Die Streitpunkte waren andere – es ging nie um dieses Wissen – aber der Punkt war sozusagen ein einfacher Schwachpunkt. Damit wurde die Diskussion banalisiert. Mit ähnlichen Argumenten kann man natürlich auch eine Rektoratsanwärterin ausschalten – man sucht sich einen schwachen Punkt und entzieht ihr damit die gesamte Kompetenz. Wichtig ist, dass dieser Punkt gesucht wurde. Im schlimmsten Fall gibt es auch bei der Rektoratswahl ähnliche Mechanismen. Welche Interessen bei der FLUG nun wirklich dahinterstecken, ist natürlich schwer zu rekonstruieren, jedoch legt dieses letzte verwendete Argument ein dahinter liegendes Interesse nahe. Sonst hätten sie eher auf dieses letzte Argument verzichtet, aber es war meines Erachtens ihr Hauptargument. Doch soll es nicht um politischen Kindergarten gehen oder um Partikularinteressen, sondern es soll dokumentiert werden, wie zufällige oder scheinbar zufällige oder irrelevante Einflüsse die Entscheidung verändern können.</p>
<p>Nach der Abstimmung gab es die nächste Anomalie. Einige der FLUG-Menschen haben applaudiert, also gezeigt, dass ihnen das Ergebnis gefällt. Damit haben diese Personen ihr Wahlgeheimnis nicht gebraucht. Am augenscheinlichsten war Beate Treml, da ich mir von ihr niemals Applaus erwartete. Wie kann man Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses der Bundes-ÖH sein und gleichzeitig dem chauvinistischen Antrag der Aktionsgemeinschaft applaudieren(und die FLUG ist aus einer Abspaltung zur AG entstanden und können aus diesen historischen Gründen überhaupt nicht miteinander). Ich verstehe es nicht! Mehr noch – es macht mich furchtbar wütend. Wenn man dem Antrag zustimmt und abwiegt – und glaubt, dass Frauen nicht systematisch benachteiligt werden – dann kann man ja dem Gegenantrag zustimmen. Aber wofür applaudieren? Was soll daran gut sein, wenn die ÖH keine fixe Position einnimmt. Gegen den Rektorinnenmangel ein Zeichen zu setzen, das war ihr wohl zu viel. Als Frau, die sich ja mit Benachteiligung auskennen sollte, hat sie einem anti-feministischen Ressentiment der konservativen Aktionsgemeinschaft unterstützt – wobei sie doch genau wissen müsste, dass die AG andere Ziele verfolgt. Wenn ich noch früher von ihr recht viel hielt, denke ich, dass sie nicht die richtige Person für den Gleichbehandlungsausschuss ist. Es gibt weder stichhaltige Argumente eine Quote zu verweigern, geschweige denn zwar Lippenbekenntnisse zur Gleichberechtigung abzugeben, aber dann konkret nichts dazu beizutragen.</p>
<p>Der Senat entschied dann überraschend, dass Christa Neuper und Martin Polaschek ex aequo auf Platz zwei des Dreiervorschlages gewählt wurden. Das bedeutet, dass Martin Polaschek vom Senat schon aus dem Rennen ist – denn wäre der erste ausgeschieden – dann müsste die GLEICHQUALIFIZIERTE Frau den Posten erhalten. Dies sollte auch der Uni-Rat bedenken. Und die Fachschaftslisten, die offensichtlich falsch in ihrer Annahme waren, dass beide Frauen nachweislich studierendenfeindlicher wären. Auf jeden Fall müssen sie sich jetzt zurücknehmen, denn sie haben ja nicht das nötige Einsichtsrecht, wie es der Uni—Rat hat – und im Senat und in der UV haben sie ihre Meinung abgegeben. Aber das sind wohl politische Kleinigkeiten, die ich selbst weiter durchdenken müsste. Ziel ist es, das Ergebnis darzulegen.</p>
<p>Was extrem wichtig ist: Die FLUG als Mitte-Fraktion hat sich gegen eine konkrete Gleichbehandlungsmaßnahme, die eigentlich nur eine Willensbekundung wäre. Sie hat sich der üblichen Argumente bedient, die dazu dienen Frauen zu diskriminieren und diese Diskriminierung zu rechtfertigen. Sie sind aber Studierende. Was ist jetzt mit der österreichischen Durchschnittsbevölkerung, wenn selbst die feministische FLUG-Frau Beate Treml bei einem AG-Antrag mitmacht. Da sieht es für den Feminismus in Österreich nicht gut aus. Das erklärt die 25% Gehaltsunterschied bei gleicher Qualifikation und gleichem Stundenausmaß. Wenn noch nicht einmal Studierende, die sich als geistige Elite sehen, ihre eigentlich anti-feministische Haltung erkennen und reflektieren. Ich denke, dass diese Haltung anti-feministisch ist, weil unterschiedliche Kriterien bei Mann und Frau angewendet werden, dass Qualifikationen subjektiv bewertet werden, dass auf kleine Nebenschauplätzen ausgewichen wird, und diskriminierende Gedanken so Tief im kollektiven Gedächtnis verankert sind, dass man sie schwer selbst reflektieren kann und dass wir noch weit davon entfernt sind, die Fehlentscheidung für einen Mann gleich oft zu machen wie die Fehlentscheidung für eine Frau.</p>
<p>So wurden die Fachschaftslisten, die sich gern als pragmatisch-technokratisch über alles erhabene Mitte präsentieren, zur Steigbügelhalterin eines Männerbundes. Und zeigen damit wo Österreich in punkto Gleichberechtigung steht – in der Steinzeit. Der anti-femistische Konsens macht nicht vor der selbst-deklariertem Mitte halt, die in diesem Teilaspekt weit rechts ist. Das muss geändert werden.</p>
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		<title>Die Mitglieder der Asozialdemokratischen Partei bestehlen Bettler_innen</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 16:49:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>universaldilettant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wo ist Hier?]]></category>
		<category><![CDATA[Bettelei]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Krieg gegen die Armut, den die SPÖ ausgerufen hat, verhindert man schlimmste Armut, indem man den Menschen ihre letzte Einkommensmöglichkeit nimmt – womöglich sogar noch dem Gesetz widersprechend. Die SPÖ und ihre heiligen Würdenträger_innen halten das für eine gute Idee. Anstatt den Menschen Anreize zu setzen, sich in soziale Programme zu geben und sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=195&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Krieg gegen die Armut, den die SPÖ ausgerufen hat, verhindert man schlimmste Armut, indem man den Menschen ihre letzte Einkommensmöglichkeit nimmt – womöglich sogar noch dem Gesetz widersprechend. Die SPÖ und ihre heiligen Würdenträger_innen halten das für eine gute Idee. Anstatt den Menschen Anreize zu setzen, sich in soziale Programme zu geben und sie selbst bei illegalem Aufenthalt ein würdiges Leben zu ermöglichen, wird einfach mit der Keule Nägel mit Köpfen gemacht. Resultat: Der SPÖ drescht mit nie geahnter Brutalität auf das schwächste Glied der Gesellschaft ein. Ich würde sogar so weit gehen, dass dies eine Form der Repression ist, womöglich sogar Staatsterrorismus – Denn wie sollen Menschen ohne Geld Strafen bezahlen? Wie sollen sie einer Deportation entgegenwirken können, wenn sie nichts dagegen machen können, außer zu fliehen?<span id="more-195"></span></p>
<p>Da muss man froh sein, dass es die Zivilgesellschaft gibt, die diesen Menschen zumindest ein Mindestmaß an Handlungsspielraum gegeben wird. Die fast schon zynisch-obskuren Berichte über die „Bettelmafia“ muten merkwürdig an: Offensichtlich sind im Bettelgeschäft Millonen, wenn nicht gar Milliarden drinnen. Die organisierte Kriminalität hat ein neues Einkommensfeld gefunden – statt nun Drogen, Waffen oder mit Prostituierten zu handeln, werden Menschen zur Arbeit gezwungen, damit sie 10.000€ im Monat erbetteln. Sagen wir einmal es gibt 25 Bettler_innen, dann wären das 250.000€ im Monat – das heißt jede_r Grazer_in müsste 1€ pro Monat an die bettelnde Front geben. Diese Zahlen sind zwar aus der Luft gegriffen, aber offensichtlich glauben einige wirklich, mit Betteln ließe sich Geld machen. Damit man das aber glauben kann, muss man das Elend erklärbar machen, OBWOHL das Elend sichtbar ist. Einfachste Erklärung – eine böse Verschwörer_innengruppe steht über ihnen und zapft ihnen das Geld ab – so wie es damals die bösen Jüd_innen waren, die sich gegen die Gesellschaft verschworen. Wir sehen also, das Bettlermafia-Argument ist direkt der Rechtsextremen Szene entlehnt. Und die SPÖ – fällt darauf  herein.</p>
<p>Statt den Schwindel der ÖVP zu durchschauen, versuchen die SPÖ-Stmk strategisch zu agieren, wollen sich die Rechten Wähler_innen zu holen. Normalerweise würde man ja sagen: „Okay, ist eine Strategie, die zwar rein opportunistisch ist, aber zumindest ein Versuch einer Lösung gegen den Andrang von Rechts – weil ja Rechts light noch immer besser ist als Rechts extrem“ Aber in diesem Fall werden hier Menschen ausgenutzt, nur um der SPÖ ein paar Prozente(eher Promille) zu bringen. Bettler_innen werden zwar bereits von der angeblichen „Mafia“ ausgenutzt, aber das stört die SPÖ nicht, dass sie sie auch ausnutzen. Die SPÖ ist sozusagen, die Bettelmafia II, die es schafft, einer Gruppe, die sich nicht wehren kann, auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung zu nehmen. Aber da kann sich die SPÖ stark fühlen, wenn sie gegen eine noch viel schwächere Gruppe geht, als sie es selbst ist.</p>
<p>Wenn die SPÖ-Stmk(bzw. deren Landtagsabgeordneten) ein wenig Anstand hätten, dann würden sie gegen ein solches Verbot stimmen und zuerst mit positiven Anreizen versuchen das Problem der extremen Armut zu beseitigen. Die SPÖ tut ja grad so, also ob positive Anreize nur funktionieren würden, wenn man das Betteln verbietet. Warum glaubt die Mehrheitsgesellschaft bloß, dass Betteln freiwillig gemacht wird. Selbst wenn kein organisierter Zwang hinter ihnen steht, gehen die Leute nicht aus Spaß betteln. Die SPÖ macht sich, falls sie für ein Bettelverbot stimmt zur aSozialen Partei Österreichs(Stmk). Sie klaut metaphorisch gesprochen, dem Baby den Lutscher und meint dann voller Zynismus, man habe das Kind davor geschützt, dass Andere ihr_ihm den Lutscher stehlen würde, die viel böser als sie selbst wären. Dieses Verhalten der SPÖ ist unter keinen Umständen tolerierbar und muss bekämpft werden.</p>
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		<title>Bourdieu, Giddens, Beck und der Neoliberalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 18:17:11 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[keine Macht für Niemand]]></category>
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		<description><![CDATA[Pierre Bourdieu, Soziologie und großartiger Intellektueller war eine herausragende Persönlichkeit. In einem Hundertseelendorf geboren, konnte er sich als Bauerssohn und Arbeiter_innenkind zu einem der bedeutensten Intellektuellen Frankreich hinaufarbeiten. Seine meistens empirisch angelegten Arbeiten haben vieles im Bildungssystem aufgeklärt. Sein kritischer Blick vermochte es, dass Bildungssystem als das zu entlarven was ist: Reproduktionsmaschinerie der Reichen und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=192&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pierre Bourdieu, Soziologie und großartiger Intellektueller war eine herausragende Persönlichkeit. In einem Hundertseelendorf geboren, konnte er sich als Bauerssohn und Arbeiter_innenkind zu einem der bedeutensten Intellektuellen Frankreich hinaufarbeiten. Seine meistens empirisch angelegten Arbeiten haben vieles im Bildungssystem aufgeklärt. Sein kritischer Blick vermochte es, dass Bildungssystem als das zu entlarven was ist: Reproduktionsmaschinerie der Reichen und Wohlhabenden. Sein wichtigstes Werk war „Die feinen Unterschiede“, wo er neben der Klasse verschiedene Lebensstile herausdestillierte.</p>
<p>In diesem Blog-Eintrag soll es aber vor allem um seine politische Tätigkeit gehen. Der frühe Bourdieu hielt viel von der Werturteilsfreiheit und war hauptsächlich Wissenschaftler. Der späte Bourdieu politisierte sich – ausschlaggebender Grund war seine Studie „Das Elend der Welt“, eine Studie über den Verfall der Vororte, der Banlieues. Dabei sah er die verheerenden Folgen des Neoliberalismus und der parallele Verfall des Wohlfahrtsstaats. Bourdieu hatte zu dieser Zeit schon genügend Renomee, dass er sich politisieren konnte. Er war maßgeblich an der Kreation der globalisierungskritischen Attac beteiligt. Er verfasste zwei Bände Namens „Gegenfeuer“, die die neoliberale Hegemonie kritisierten.</p>
<p>So wurde Bourdieu zum Held der Linken. Dabei kritisierte er einen Soziologen, der seiner Meinung nach den Neoliberalismus bedienten. Dabei handelt es sich um Ulrich Beck, den Bourdieu das  „Trojanisches Pferd des Neoliberalismus“(Gegenfeuer) bezeichnete. Das machte er deshalb, weil das Demokratie-Konzept von Beck, einen rationalen Menschen implizierte und dass es seines Erachtens unausweichlich wäre, dass der Sozialstaat schwächer werde. Seine Theorie, dass die Sozialdemokratie momentan so schwächele, weil sie so erfolgreich gewesen war vieles durchzusetzen: z.B. die 8-Stunden-Woche. Deswegen werde nun die Sozialdemokratie konservativ und muss ihre Errungenschaften verteidigen. Beck eignet sich aus diesem und einigen anderen Gründen hervorragend den Neoliberalismus zu huldigen.</p>
<p>Auch Anthony Giddens hat eine sehr ähnliche Theorie vertreten – er war der politische Ziehvater des Dritten Weges, der die europäische Sozialdemokratie aus der Krise hätte führen sollen. Nachdem die Sowjetunion zerbröselt war, schlitterte auch die Sozialdemokratie in die Krise. Fukuyama postulierte mit seinem Buch „Das Ende der Geschichte“, dass die Welt unweigerlich demokratisch und kapitalistisch werde. There is no alternative(TINA). Der Kommunismus ist gescheitert. Und nach Hajek ist soziale Gerechtigkeit das trojanische Pferd des (sozialistischen und kommunistischen) Totalitarismus. Deswegen versuchte Giddens (und viele Andere) ein Konzept zu finden, wie die Linke wieder an Reputation gewinnen konnte. Seine Sozialtheorie selbst hatte auch den dritten Weg zwischen Handlungstheorie und Strukturalismus gefunden – die Theorie der Strukurierung (Struktur entsteht, weil Handlungen sich wiederholen – Struktur existiert nicht als „soziale Tatsache“, sondern wird von Menschen aktiv aufrechterhalten). Wie auch Bourdieu hat sich auch Giddens später dem Politischen zugewannt.</p>
<p>Seine Lösung kann als weithin gescheitert gelten, aber anders als weithin angenommen, war sein Lösungsversuch nicht pragmatisch. Werner Faymann ist solch ein pragmatischer Politiker, ohne Konzept und Idee, anders als Gusenbauer, der ideologisch den dritten Weg gehen wollte. Der dritte Weg(neue Mitte, New Labour, etc.) war ein weiterer Versuch konservative und progressive Politik zu verbinden und das beste für alle Menschen herauszuholen. Dieses enorme Zugeständnis an die Konservativen, war auch ein Zugeständnis an den Neoliberalismus(die vorherrschende Ideologie der Konservativen). Damit war der Konsens zwischen Links und Rechts auch ein Konsens zum Neoliberalismus.</p>
<p>Bourdieu hat das erkannt und kritisiert. Das deswegen Giddens oder Beck keine oder schlechte Soziologen seien, stimmt bei weitem nicht. Bourdieu hätte viel von seiner Reputation verloren, hätte er gesagt, sie seien keine Soziologen. Beide, Giddens(Strukturierungstheorie, Machttheorie) und Beck(Modernisierungsforschung, Globalisierung) haben wichtige soziologische Beiträge geliefert und sind nicht umsonst sehr bekannt. Wobei bei Beck hinzugefügt werden muss, dass er der Wissenschaftler ist, der weniger geleistet hat. Was meistens jedoch von anderen Soziolog_innen kritisiert wird, ist, dass Beck und Giddens pseudowissenschaftlich arbeiten. Dem kann man aber so vorbehaltlos sicher nicht zustimmen. Vor allem weil auch das spätere Werk von Bourdieu auch nicht mehr allen wissenschaftlichen Standards entspricht. Aber das ist eben der Preis, wenn man sich politisiert – die wissenschaftliche Genauigkeit geht verloren, und man macht sich für schärfere Kritik verwundbar. Das haben alle drei Autoren gemein.</p>
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		<title>Batta &#8211; Anata wa yukkuri to seichō shinakereba naranai</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 12:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>universaldilettant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Libelle]]></category>
		<category><![CDATA[ÖH]]></category>
		<category><![CDATA[Glossenhauer]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederholung]]></category>

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		<description><![CDATA[バッタ、 あなたはゆっくりと成長しなければならない &#160; Zeit inne zu halten, zu reflektieren, zu rekapitulieren und zu wissen, dass Zeit uns zerrt &#8211; immer der Achse entlang. Rekapitulation bedeutet, dass wir ein weiteres Mal vor dem unbeschreibbaren Monster Universität zitternd einklappen, weil &#8211; na was wohl &#8211; Geld fehlt. Ewige Leierei? Ein altes Instrument, das eine geringe Tonbandbreite abdeckt. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=190&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>バッタ、</p>
<p>あなたはゆっくりと成長しなければならない</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zeit inne zu halten, zu reflektieren, zu rekapitulieren und zu wissen, dass Zeit uns zerrt &#8211; immer der Achse entlang. Rekapitulation bedeutet, dass wir ein weiteres Mal vor dem unbeschreibbaren Monster Universität zitternd einklappen, weil &#8211; na was wohl &#8211; Geld fehlt. Ewige Leierei? Ein altes Instrument, das eine geringe Tonbandbreite abdeckt. Sie kann heute wie eine Vuvuzela gesehen werden. Die alte Leier ist selbst eine alte Leier. So ist das auch mit der Geschichte mit dem Geld. Alle wissen, alle rekapitulieren, alle reflektieren. Alle halten sich an der immer gleichen Meinung an. Abnutzungseffekte lassen uns still werden. Wir reiben unsere Meinung nicht aneinander um herauszufinden, welche widerstandsfähiger ist – wir widerstehen dem wiederkehrenden Widerstreben von Argumenten. Wir widerstreben aber auch wiederkehrend offensichtliche Fauxpas unserer Widerparts zu widerstehen, weil wir uns laufend selbst abnutzen. Ein Fauxpas ist eine Allegorie: Ein Pass einer Füchsin, die denkt, sie hatte eine gute Idee, die sich aber in schicksalhafter und zauberhafter Weise in eine schlechte verwandelt. Eine Allegorie ist etwas, das alle Kategorien einschließt. Also kein Neologismus. Ein Neologismus ist eine neue Form der dreiwertigen Logik: JA,NEIN und BI als neue Kategorie, die JA und NEIN zugleich ist aber auch zugleich nicht seiend ist. Logik ist, was in Alice im Wunderland bis zum Exzesse exerziert wurde. Ein Exzess ist eine über alle Maßen hinausschießende Entität. Entität ist eine aus der Ontologie verwendete Unterscheidung zwischen … hm&#8230; tja … Entitäten. Ontologie ist nicht Onkologie, aber eines ist nicht mein Hobby. Hobby ist ein Anglizismus und etwas, bei dem man glaubt, dass es nicht Arbeit ist. Onkologie ist &#8230; nachzuschlagen. STOP. Mein Wörterbuchvorrat und meine Bildung sind begrenzt, deswegen lasset Vuvus klingen und meine Blablas verstummen. Zeit, inne zu halten, zu reflektieren&#8230; STOP. Unis unterfinanziert STOP. Bildung braucht Zeit. PAUSE? Wäre schön, aber dann wäre Vorwärts Seitwärts und Rückwärts das neue Vorwärts. STOP.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie immer enthüllte <a href="mailto:universaldilettant@gmx.at">universaldilettant@gmx.at</a> Wahnsinn und Weisheit – willens, Wörter und Wünsche vor ihren Wirren abzuwehren</p>
<p>[Dieser Artikel ist in der Libelle 07 erschienen</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/glossenhauer.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/glossenhauer.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/glossenhauer.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/glossenhauer.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/glossenhauer.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/glossenhauer.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/glossenhauer.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/glossenhauer.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/glossenhauer.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/glossenhauer.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/glossenhauer.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/glossenhauer.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/glossenhauer.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/glossenhauer.wordpress.com/190/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=190&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Einer muss es ja tun</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 19:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>universaldilettant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich bin-möchte-will-werde-mache]]></category>
		<category><![CDATA[keine Macht für Niemand]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den Zustand der Sozialdemokratie im Allgemeinen, den Zustand des Verband Sozialistischer Student_innen auf der KF, fundamentale Denkfehler und die Schwierigkeit Selbstkritik zu üben. Ein längst fälliger Erfahrungsbericht zur Lage der akademischen Linken Ja ich bin Mitglied des VSStÖ. Und ja, das bin ich gerne dabei und das mit vollem Einsatz. Dies ist meiner Meinung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=185&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über den Zustand der Sozialdemokratie im Allgemeinen, den Zustand des Verband Sozialistischer Student_innen auf der KF, fundamentale Denkfehler und die Schwierigkeit Selbstkritik zu üben. Ein längst fälliger Erfahrungsbericht zur Lage der akademischen Linken</p>
<p>Ja ich bin Mitglied des VSStÖ. Und ja, das bin ich gerne dabei und das mit vollem Einsatz. Dies ist meiner Meinung auch selbstverständlich, um politisch und gestalterisch tätig zu sein, aber einige Personen (meistens werden diese geringschätzig als Parteisoldat_innen bezeichnet) sind der Meinung, dass Mitgliedschaft mit Konformität einhergeht. Natürlich sind die meisten Menschen im VSStÖ der Meinung, im VSStÖ gäbe es keine Parteisoldat_innen: und natürlich sind auch in der SPÖ die meisten SPÖler_innen der Meinung es gäbe keine Parteisoldat_innen. Wenn dann gäbe es diese nur in anderen Verbänden. Aber natürlich gibt es sie in allen Verbänden. Es sind Menschen, denen der Verband wichtiger ist, als die Ideen die dahinterstehen. Wer Kritik daran übt, wird von diesen Parteisoldat_innen als Nestbeschmutzer und Staatsfeind gebrandmarkt. Gleiche Phänomene gibt es ja auch, wenn es um Debatten um den Staat Österreich geht.<span id="more-185"></span></p>
<p>Natürlich, „Parteisoldat“ ist ein harter Begriff, doch er verbirgt auch so etwas wie einen wahren Kern. Nämlich, anstatt einen eigenen Fehler zuzugeben(obwohl man ihn intern eingesteht) werden andere Argumente gesucht. Eigentlich habe man alles richtig gemacht, die Zustände seien Schuld. Deswegen muss die Kritik um so härter ausfallen, damit sie überhaupt als konstruktive Kritik wahrgenommen werden kann. Klassische Argumente im VSStÖ, die gegen Kritik entgegengebracht werden, sind:</p>
<ul>
<li>der Bundestrend</li>
</ul>
<p>Die SPÖ ist in der Regierung, deswegen wird der VSStÖ nicht gewählt, weil er ja ein Teil der sozialdemokratischen Bewegung ist.</p>
<ul>
<li>Zu viel oder zu wenig Abgrenzung</li>
</ul>
<p>Je nach persönlicher Präferenz wird eines der Argumente gebraucht. Die Inhalte seien gut gewesen,  aber man habe seine eigene Position im vergleicht zur SPÖ nicht genügend zum Ausdruck gebracht.</p>
<ul>
<li>Die Erfolge und harte Arbeit im 	Verband nicht verkaufen können</li>
</ul>
<p>Das fatalste Argument. Erstens wird eine Marktlogik unterstellt, die es so nicht gibt. Der VSStÖ veranstaltet zum Beispiel eine Podiumsdiskussion zum Thema Studiengebühren und glaubt, dass er damit den Studierenden klar machen kann, dass sie gegen Studiengebühren sind. Der Verband erwartet, dass im Austausch für die Arbeit einige Stimmen bekommt. Es wird nicht mehr davon ausgegangen, dass eine Idee gewählt wird, und diese dann möglichst gut vertreten wird, sondern dass man im Austausch für Arbeit Stimmen bekommt. Jedoch hat der oder die Wähler_in viele Kaufgründe, nicht bloß Erfolge der eigenen Partei oder Fraktion. Dort spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass man kaum mehr sagen kann, was ausschlaggebend war. Es könnte auch sein, dass ein zu aggressives Propagieren, den Erfolg mindert, weil Menschen dann zurecht glauben könnten, die Fraktion bläst sich unnatürlich auf und hat überhaupt keinen Realitätssinn mehr.</p>
<ul>
<li>Die Erfolge und harte Arbeit in 	der Regierung nicht verkaufen können</li>
</ul>
<p>Es läuft auf das Gleiche hinaus, nur dass hier noch Probleme gibt, dass man die Grenzen von Regierung und Partei/Fraktion verwischt. Das heißt ein aggressiveres Propagieren der Erfolge könnte weniger Stimmen bringen, da die Propagierung mit Propaganda und Korruption gleichgesetzt werden könnte. Korruption deswegen, weil es im Prinzip Staatsapparate sind, die verwaltet werden.</p>
<ul>
<li>Mehr Präsenz zeigen</li>
</ul>
<p>Es ist dem Verband nicht mehr wichtig, für etwas zu stehen,sondern einfach nur da zu sein. Extremste Ausformung gab es bei der SPÖ Graz, die sich in Grazer Soziale umbenannten.</p>
<ul>
<li>Wir haben alles getan</li>
</ul>
<p>Diese ganzen Argumente sind natürlich legitim, bergen aber ein Problem: Im Prinzip sind die Argumente immer gültig, wenn man Wahlen verloren hat und kein Mensch kann kontrollieren, ob sie wirklich stimmen.</p>
<p>Was in der Soziologie völlig normal ist, wird in einem Verband unmöglich. Während die Soziologie davon ausgeht, dass Mitglieder der Gesellschaft die Gesellschaft analysieren können, wird es für Mitglieder des Verbandes nahezu unmöglich Dinge zu analysieren. Entweder man zeigt etwas innerhalb des Verbandes auf – dann wird die Mehrheit der Menschen argumentieren, dass die Kritik ungerechtfertigt ist und sie wird verworfen(es ist nur solche Kritik möglich, die milde ist, aber mit dem „Gesamtsystem“ zufrieden ist). Groupthink lässt alle Kritik in ihren Ansätzen verstummen: das heißt, homogenen Gruppen übersehen verschiedene Schwächen in ihrer eigenen Gruppe. Der VSStÖ ist natürlich in zwei Sinnen homogen: 1.) Alle haben eine irgendwie sozialdemokratische oder sozialistische Gesinnung und 2.) Alle glauben, dass politische Veränderung möglich und wünschenswert ist, und dass dieser Verband dazu etwas bewirken kann. Natürlich gibt es einzelne Aktionen, Veranstaltungen und Publikationen, die einem dieser Postulate zuwiderlaufen kann: Bei. 1.) ist dies wohl eher selten der Fall, bei 2.) passiert dies häufiger. Noch dazu kann die Wirkungskraft des Verbandes überschätzt werden – hier gibt es also zwei Abweichungen – nach unten und oben. Kritik, die auf 2.) rekurriert wird hinweggefegt, weil die Mehrheit dann glauben würde, das Prinzip 2.) würde ganz außer Kraft gesetzt werden.</p>
<p>So muss man die Kritik extern vortragen, sonst wird sie gleich wieder hinweggefegt. Gerade bei prinzipieller Kritik, die ich wie folgt formulieren möchte und bereits mehrmals ausgesprochen habe.</p>
<p>Die akademische Linke, im besonderen der VSStÖ in Graz hat es verabsäumt, Ideen zu liefern, wie eine bessere Welt aussehen soll. Ganz konkret geht es um zwei Dinge: Das, was hinter dem Ritual der Verbandsarbeit steht, wird als Idee missverstanden. Die Utopie einer gerechteren und solidarischen Universität gibt es bereits mehr seit hundert Jahren. Weil die Utopie oder Idee alt ist, hat sich natürlich eine Tradition gebildet, weil man nicht alle Werte immer neu verhandeln muss. Das Problem beginnt mit der Implementierung der Ideen. Meistens wird in der politischen Verbandsarbeit versucht, die Ideen die wir haben an die Wähler_innen zu bringen. Es wird aber nicht versucht die Ideen irgendwie umzusetzen. Dort mangelt es an Ideen. Im Prinzip hat der VSStÖ keine große Idee, was er auf der ÖH verbessern möchte, oder wie die Uni in 10 Jahren aussehen soll oder was andere Fraktionen falsch gemacht haben. Es wird kaum gemeinsam darüber nachgedacht, was man ändern kann, und schon gar nicht, was man nicht ändern kann. Meiner Meinung gibt es so viele Möglichkeiten, was gemacht werden kann – egal ob in der ÖH, oder in dem Verband – nur sie werden nicht gemacht.</p>
<p>Zweites Problem: Die Ideen haben kein Gesamtkonzept. So kann man als Einzelperson weitsichtig sein, aber was nutzt das schon? Der VSStÖ in Graz hat als Problem, dass viele Menschen den gleichen Hintergrund haben – Mitglieder der SPÖ und wenig Erfahrung in der Studienvertretung. Dass die österreichische Sozialdemokratie aber in den letzten Jahren geradezu hilflos war, brauche ich wohl nicht zu betonen. Aber leider werden die Konzepte, die die SPÖ anwendet auch im VSStÖ Graz verwendet – mit einem Unterschied, dass die Ideen ein weiter links sind. Mit diesen Konzepten, meine ich, dass versucht wird „Erfolge besser zu verkaufen“ anstatt, dass man sich einmal eingesteht, dass es auch Misserfolge gab und der VSStÖ in den letzten Jahren wenig Innovatives angeboten hat. Das ist ein strukturelles Problem und lässt sich nicht von einigen Mitgliedern beheben, die dann auch noch unterschiedliche Einstellungen haben und sich gegenseitig zerstreiten. Die Frage darf nicht lauten, wie der VSStÖ auf der Uni und in der ÖH „präsenter“ wird und mehr Positionen einheimst, sonder sie muss lauten, was können wir machen. Wie schafft es der VSStÖ Graz in einer neoliberal zersetzen Welt ein gutes Beispiel für die SPÖ Graz abgeben zu können? Oder, wie Robert Misik es formuliert, wie kann man die politische Mitte weiter nach links rücken? Es kann doch nicht sein, dass es der VSStÖ auf der KF kaum schafft, Projekte umzusetzen. Mittlerweile ist ein Jahr vergangen und die Erfolge sind meines Erachtens bescheiden. Ja, die der GRAS auch, aber das sollte nicht unbedingt Maßstab sein. Maßstab muss sein: Was ist gut für Studis, die wir vertreten und was ist gut, für alle Studis?</p>
<p>Positionen sind momentan wichtiger, als das was in diesen geleistet werden kann. Natürlich, das ist in jeder Fraktion so, aber es deswegen zu akzeptieren ist kein gangbarer Weg für mich. So kann sich nämlich nichts Entscheidendes verbessern. Ich denke das ist möglich – aber eben mit großer Anstrengung verbunden. Ich denke, diese Fragen müssen wir uns stellen und jetzt, ein Jahr vor dem ÖH-Wahlkampf ist die beste Zeit sie zu stellen. Was wollen wir? Was können wir? Und was wollen wir zwar, aber können es nicht machen, weil uns andere Dinge wichtiger sind?</p>
<p>Der VSStÖ ist in seiner jetzigen Form nicht Lösung der sozialdemokratischen Misere, sondern Teil des Problems. Es herrschen die gleichen schädlichen Prinzipien vor, wie ein der SPÖ. Es braucht dringend eine offene, am besten öffentliche Diskussion, damit einmal der erste Schritt getan werden  kann. Die Selbsterkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann, ist der erste Schritt zur Besserung. Dass der VSStÖ auf der KF in Graz ein massives Repräsentationsproblem hat, liegt nicht an mir. Das Repräsentationsproblem wird auch nicht größer durch deren Erwähnung. Freundschaft und Solidarität sind wichtig, aber sie sind nichts wert, wenn sie nicht ehrlich gelebt werden. Dies soll mehr eine flehende Bitte an die akademischen Linken sein, dass politische Arbeit auch anders aussehen kann. Ohne sich als politisch handelnde Person zu verbiegen und etwas zu sagen, was man nicht selbst glaubt. Eine andere Linke ist möglich, gerade in Zeiten einer Krise der Linken.</p>
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		<title>4:3</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 15:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>universaldilettant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Universaldilettantismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Hölle]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
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		<description><![CDATA[Zu neuen Ufern eine neue Reise möchten wir alle aufbrechen nimm mit deine kleine Meise damit kannst du in See stechen _ So dann, auf gen Westen, wo das Städt’le regiert siehst du die Welt, die sich im Zeitenlauf kopiert Die Fassaden mit Graffiti aus Verzweiflung beschmiert Wo Freiheit dich in den Käfig deiner Wahl [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=181&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu neuen Ufern eine neue Reise</p>
<p>möchten wir alle aufbrechen</p>
<p>nimm mit deine kleine Meise</p>
<p>damit kannst du in See stechen</p>
<p><span id="more-181"></span> _</p>
<p>So dann, auf gen Westen, wo das Städt’le regiert</p>
<p>siehst du die Welt, die sich im Zeitenlauf kopiert</p>
<p>Die Fassaden mit Graffiti aus Verzweiflung beschmiert</p>
<p>Wo Freiheit dich in den Käfig deiner Wahl sperrt</p>
<p>_</p>
<p>also doch, auf gen Norden, wo das Kälteste regiert</p>
<p>hoffst du, dass niemand die Polhaube verliert</p>
<p>wo sich Streiten die Länder nun zu viert</p>
<p>Wo Frieren und Friede dem Herz aus Erz weicht</p>
<p>_</p>
<p>Also doch, auf gen Süden, wo das Trockene regiert</p>
<p>glaubst du, dass dir der Tee zu heiß serviert,</p>
<p>wo sich ein Mensch in korrupter Armut blamiert,</p>
<p>wo Alibaba und Aladin durch Al Jazeera ersetzt wurden,</p>
<p>_</p>
<p>Also doch, auf gen Osten, wo die Exotik regiert</p>
<p>weißt du, du hast dich im Hochhaus geirrt,</p>
<p>wo der Werksmeister auf die Fließbänder stiert,</p>
<p>Wo Dao und Dharma sich in die Landschaft verdrängen,</p>
<p>_</p>
<p>Es reicht nicht, auf gen Himmel, wo Göttliches regiert</p>
<p>ahnst du, dass du weißt, dass Glaube sich nicht kapiert,</p>
<p>wo sich Muslim, Christ und Jude hierher verirrt,</p>
<p>schon Dädalus holte sich früher seinen Sonnenbrand</p>
<p>_</p>
<p>Es reicht nicht, auf gen Hölle, wo das Chaos regiert</p>
<p>dachtest du, die Hitze wäre durch nichts kaschiert</p>
<p>wo man es doch später als langweiligst’ moniert,</p>
<p>In der Hölle wird nicht heißer gegessen als auf Erden</p>
<p>_</p>
<p>Die Moral von der Geschichte,</p>
<p>ob du es nun hasst oder lasst,</p>
<p>sie liegt in keinem der Berichte</p>
<p>die du und ich jemals verfasst</p>
<p>_</p>
<p>Es fehlte dir an meinem Mut</p>
<p>denn am Anfang nur verblieb</p>
<p>dass am Ende war alles Gut</p>
<p>Schopenhauer hat dich nicht mehr lieb</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/glossenhauer.wordpress.com/181/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/glossenhauer.wordpress.com/181/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/glossenhauer.wordpress.com/181/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/glossenhauer.wordpress.com/181/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/glossenhauer.wordpress.com/181/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/glossenhauer.wordpress.com/181/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/glossenhauer.wordpress.com/181/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/glossenhauer.wordpress.com/181/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/glossenhauer.wordpress.com/181/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/glossenhauer.wordpress.com/181/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/glossenhauer.wordpress.com/181/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/glossenhauer.wordpress.com/181/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/glossenhauer.wordpress.com/181/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/glossenhauer.wordpress.com/181/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=181&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Internationale twodotoK</title>
		<link>http://glossenhauer.wordpress.com/2010/09/07/internationale-twodoto/</link>
		<comments>http://glossenhauer.wordpress.com/2010/09/07/internationale-twodoto/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 20:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>universaldilettant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Unkategorie!]]></category>
		<category><![CDATA[Gestern alt, aber...!]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale]]></category>
		<category><![CDATA[Reim]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil uns das Sozi-Lied recht veraltet vorkommt, hier ein zeitgemäßerer Vorschlag.  Wer bessere Alternativen hat, bitte zeigen&#8230; Wacht auf, Verstummte dieser Erde, die stets man noch zum Kuscheln zwingt! Das Recht wie Glut im Kraterherde nun mit Macht zum Durchbruch dringt. Reinen Tisch macht mit dem Bedränger! Heer der Sklaven, wache auf! Ein Nichts zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=176&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil uns das Sozi-Lied recht veraltet vorkommt, hier ein zeitgemäßerer Vorschlag.  Wer bessere Alternativen hat, bitte zeigen&#8230;</p>
<p><em>Wacht auf, Verstummte dieser Erde,</em></p>
<p><em>die stets man noch zum Kuscheln zwingt!</em></p>
<p><em>Das Recht wie Glut im Kraterherde</em></p>
<p><em>nun mit Macht zum Durchbruch dringt.</em></p>
<p><em>Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!</em></p>
<p><em>Heer der Sklaven, wache auf!</em></p>
<p><em>Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger</em></p>
<p><em>Alles zu werden, strömt zuhauf!</em></p>
<p><em>Völker, hört die Signale!</em></p>
<p><em>Das ist doch nicht gerecht!</em></p>
<p><em>Die Internationale</em></p>
<p><em>ersehnt das Menschenrecht.</em></p>
<p><em>Es rettet uns kein höh&#8217;res Wesen,</em></p>
<p><em>kein Gott, kein Kanzler noch Mogul</em></p>
<p><em>Uns aus dem Elend zu erlösen</em></p>
<p><em>können wir nur selber tun!*</em></p>
<p><em>Leeres Wort: des Armen Recht,</em></p>
<p><em>Leeres Wort: des Reichen Pflicht!</em></p>
<p><em>Unmündig nennt man uns und schlecht,</em></p>
<p><em>duldet den Hohn nun länger nicht!</em></p>
<p><em>Völker, hört die Signale!</em></p>
<p><em>Sie schallen derweil echt!</em></p>
<p><em>Die Internationale</em></p>
<p><em>erdenkt das Menschenrecht.</em></p>
<p><em>In Stadt und Land, ihr Arbeiter_innen,</em></p>
<p><em>wir, die stärkste Bewegung</em></p>
<p><em>lassen unsre Muße im Innren!</em></p>
<p><em>Diese Welt muss fairer sein;</em></p>
<p><em>Unser Herz sei nicht mehr der Raben,</em></p>
<p><em>Nicht der mächt&#8217;gen Geier Fraß!</em></p>
<p><em>Erst wenn wir sie vertrieben haben</em></p>
<p><em>dann scheint die Sonn&#8217; ohn&#8217; Unterlass!</em></p>
<p><em>Völker, hört die Signale!</em></p>
<p><em>Sie uns Gutes versprecht!</em></p>
<p><em>Die Internationale</em></p>
<p><em>erwirkt das Menschenrecht.</em></p>
<p>* &#8211; Alternativ: Reicht sogar bis Kabul!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/glossenhauer.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/glossenhauer.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/glossenhauer.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/glossenhauer.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/glossenhauer.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/glossenhauer.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/glossenhauer.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/glossenhauer.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/glossenhauer.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/glossenhauer.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/glossenhauer.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/glossenhauer.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/glossenhauer.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/glossenhauer.wordpress.com/176/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=176&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Was hat sich die FPÖ bloß dabei gedacht?</title>
		<link>http://glossenhauer.wordpress.com/2010/08/25/was-hat-sich-die-fpo-blos-dabei-gedacht/</link>
		<comments>http://glossenhauer.wordpress.com/2010/08/25/was-hat-sich-die-fpo-blos-dabei-gedacht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 19:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>universaldilettant</dc:creator>
				<category><![CDATA[keine Macht für Niemand]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologie]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Migrant_innen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist wohl die Frage, die vielen Menschen durch den Kopf geistert, als unlängst die FPÖ-Plakate in Wien zu sehen wurden. Die irgendetwas mit Blut, Wien, Fremdes tut gut und Mut zusammengereimt haben. Genau kann ich mich nicht erinnern. Auf jeden Fall brandet der Empörungssturm durch die inländische Medienlandschaft. Verwüstungen sind bereits zu spüren. Die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=169&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist wohl die Frage, die vielen Menschen durch den Kopf geistert, als unlängst die FPÖ-Plakate in Wien zu sehen wurden. Die irgendetwas mit Blut, Wien, Fremdes tut gut und Mut zusammengereimt haben. Genau kann ich mich nicht erinnern. Auf jeden Fall brandet der Empörungssturm durch die inländische Medienlandschaft. Verwüstungen sind bereits zu spüren. Die viel interessantere Frage wird aber eher selten gestellt: Was hat sich die FPÖ dabei gedacht? Dass sie mit einer direkten Verbindung zur „Blut und Boden(=Wien)“-Ideologie Stimmen gewinnen. Auch wenn Österreich vieles ist, aber derart konkrete Assoziationen zum Nationalsozialismus werden potentielle Wähler_innen wohl eher abschrecken.</p>
<p>Die FPÖ muss also einen anderen Gedanken dahinter gehabt haben, denn nur mit dieser Assoziation wäre dies wohl ein äußerst missglückter Versuch Wähler_innenstimmen zu lukrieren. Nur zu provozieren und zu hoffen, dass es viele Leute gibt, die trotz der ganzen Aufmachung die FPÖ wählen, kann zwar stimmen, ist aber meines Erachtens nicht die ganze Wahrheit. Dazu ist das Wort „Blut“ zu sehr vorbelastet. Natürlich war die Konnotation zum NS-Regime auch ein (geplanter) Grund und dort ist die FPÖ einmal zu loben: Als Linker muss ich sagen, dass die Strategie vieles hat, was anderen Parteien fehlt: Ein durchgehendes Branding, das sie konsequent durchsetzen, auch wenn sie andere kritisieren. Auch wenn sich kein_e vernünftige_r Politiker_in dorthin zu gehen traut: Sie wirkt authentisch und vor allem glaubwürdig. Aber was hat sich die FPÖ noch gedacht? Ich gehe davon aus, dass die FPÖ mehr ist als nur ein Nazi-Haufen, solche Unterstellungen wären plump und würden nicht den Kern der Sache treffen. Zweitens heizt dies nur die Anhänger_innen der FPÖ weiter an und ersetzt ein vereinfachtes Bild durch ein anderes.</p>
<p>Was hat es also genau mit „Blut“ an sich? Dort muss man in die „Praxis“ gehen, so in etwa zum roten Kreuz. Wenn man Menschen fragen würden, ob sie Blut von Muslim_innen nehmen würden, würden viele Verneinen. Blut ist nämlich etwas „körpereigenes“ und so würde vermutlich sich die Mehrzahl der Menschen grauen, wenn sie auf den Gedanken kämen, sie hätten „muslimisches Blut“ in sich. Hier gibt es starke Ethnisierungstendenzen, die natürlich völlig jeder Logik entbehren, denn „ihr“ Blut ist komplett gleich, wie „unser“ Blut. Trotzdem geht es bei Körperflüssigkeiten nicht um Logik, sondern einfach der Gedanke, dass Blut einem immer näher ist, als z.B. eine Nachbarin. Es ist genauer gesagt das Körpernächste. Hier findet also eine künstliche Biologisierung von (fast) Gleichem statt (alle Unterschiede sind im Bereich von Phänotypen z.B. bei Krankheitsanfälligkeiten wie Sicherzellenanämie oder beim HI-Virus zu finden).</p>
<p>Und da ist die FPÖ mit ihrem Blut-Slogan nicht auf dem falschen Weg, weil es, selbst wenn man den Spruch ekelerregend findet, sich genau auf diese biologische Ebene bezieht. Dass die FPÖ mit diesem Hintergedanken spielt, kann ja auch leicht nachvollzogen werden. Rechts rassistisch, und einer der ersten Gedanken ist (zumindest bei mir) die genannte „Blut und Boden“-Ideologie des NS-Regimes.</p>
<p>Eine Strategie als Nicht-FPÖler wäre es wohl, aufzuzeigen, wo solche Ideologien während des NS-Regimes hinführten. Aber hier schließt sich der Kreis: Die FPÖ verwendet Blut um die Fremden von den „echten Wiener_innen“ abzugrenzen. Also bevor man einfach den Spruch mit dem NS-Regime in Verbindung bringt(wobei es angebracht wäre), sollte man einen Nachteil bedenken: Leider verdeckt dieser Vergleich dieses zweite (und relevantere) Motiv der Biologisierung von Menschen, die in diesem blutigen Sinne definitiv gleich sind. Ich hoffe eine Antirassismusbehörde(o.Ä.) wird gegen dieses Plakat klagen. Ich hoffe auch, dass jede und jeder der sich betroffen fühlt, die Möglichkeit bekommt zu klagen. Damit die FPÖ finanziell ausgehungert wird. Um sie aber schon möglichst früh auszuhungern, darf sie auch nicht gewählt werden. Jede Stimme, die eine andere Partei bekommt, sind einige Cent weniger bei dieser offensichtlich säbelrasselnden Partei. Vielleicht macht sie ja irgendwann ernst mit ihren Forderungen und es das erste fließt Blut? Grüß Gott Uhrwerk!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/glossenhauer.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/glossenhauer.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/glossenhauer.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/glossenhauer.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/glossenhauer.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/glossenhauer.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/glossenhauer.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/glossenhauer.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/glossenhauer.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/glossenhauer.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/glossenhauer.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/glossenhauer.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/glossenhauer.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/glossenhauer.wordpress.com/169/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=169&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Ein Gedankenexperiment zur Wissenschaftstheorie</title>
		<link>http://glossenhauer.wordpress.com/2010/08/22/ein-gedankenexperiment-zur-wissenschaftstheorie/</link>
		<comments>http://glossenhauer.wordpress.com/2010/08/22/ein-gedankenexperiment-zur-wissenschaftstheorie/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 18:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>universaldilettant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Unkategorie!]]></category>
		<category><![CDATA[Neoklassik]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftstheorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt ja vieles über das man schreiben könnte, aber nur weniges, über das man immer schreiben könnte. Aber wie sieht das jetzt mit der Wissensaneignung aus? Einem geschriebenen Wort stehen zumeist mehrere gelesene Wörter gegenüber. Ein neoklassischer Ansatz wäre es, den Wert von Information kumulativ zu rechnen. Ich werde mich hier nur mit Büchern [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=glossenhauer.wordpress.com&amp;blog=9201418&amp;post=166&amp;subd=glossenhauer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja vieles über das man schreiben könnte, aber nur weniges, über das man immer schreiben könnte. Aber wie sieht das jetzt mit der Wissensaneignung aus? Einem geschriebenen Wort stehen zumeist mehrere gelesene Wörter gegenüber. Ein neoklassischer Ansatz wäre es, den Wert von Information kumulativ zu rechnen. Ich werde mich hier nur mit Büchern beschäftigen und lasse Musik, Bild bzw. Film und darstellende Kunst einmal außen vor. In meiner idealen Welt gibt es nur sechs Bücher, wovon aber in manchen Büchern Informationen doppelt sein können. Die Bücher heißen:</p>
<p><span id="more-166"></span></p>
<ol>
<li>Einführung in die Philosophie</li>
<li>Immanuel Kants Philosophie</li>
<li>Karl Poppers Empirismus und      kritischer Rationalismus</li>
<li>Thomas Kuhns      Wissenschaftsgeschichte</li>
<li>Einführung in die Physik</li>
<li>Relativistische Quantenmechanik      und Quantenfeldtheorie</li>
</ol>
<p>Was lässt sich nun über die Informations“gewinnung sagen. Zuerst einmal wird mit jedem gelesenen Buch der Wissensstock erweitert. Zweitens muss nicht zwingend ein abnehmender Grenznutzen existieren: Während nämlich Kant wesentlich mehr bringt, wenn man die Einführung in die Philosophie gelesen hat, sollte einleuchten. Umgekehrt bringt aber auch die Lektüre der Einführung nach Kant mehr, als wenn man Kant gar nicht gelesen hätte. Selbst wenn man ein Buch zweimal liest, dann sinkt der Grenznutzen nicht unbedingt. Beispielhafte Reihenfolge: Kant, Einführung, Kant. Die zweite Lektüre von Kant bringt wesentlich mehr, als die erste, und das NUR, weil die Einführung dazwischen geschoben wurde. Davon gehen wir aber immer von identischen Charakteren aus.</p>
<p>Die Komplexität steigt noch weiter, wenn weil das war erst ein drittel des gesamten Wissens, wenn wir davon ausgehen, das in jedem Buch 1/6 gesamten Wissen enthalten ist. Wenn wir allerdings davon ausgehen, dass in jedem Buch 1/6 ordinäres Wissen enthalten ist(welches in keinem anderen Buch zu finden ist), dann müsste der Wissensgehalt mehr als ein Drittel sein. Wie in der realen Welt, kann man das Wissen über Kant aber am besten einordnen(bei maximal drei Buchlektüren), wenn man entweder Einführung(E), Kant(K), Einführung(Muster A) oder Kant, Einführung, Kant(Muster B) gelesen hat – wobei von Hausverstand eher Zweiteres zu favorisieren wäre, aber nach den Gesetzen der Logik beide Lösungen denkbar wären. Das allerdings herauszufinden bedürfte einen Vergleich dieser zwei Muster – und dies gelingt erst dann, wenn man beide Muster durch hat: Also entweder E,K,E,K oder K,E,K,E. Diese zwei Lektüremethoden liefern aber ein anderes Ergebnis, da man die Vorbedingung nicht extrahieren kann. Ob wir zuerst Muster A oder zuerst Muster B analysieren, macht einen Unterschied, da das jeweilige Muster und deren Reflexion das andere Muster beeinflusst und damit diese Reflexion beeinflusst. Es ist ja durch das vierte Buch zusätzliches Wissen vorhanden. Dies kann man annehmen, da Muster A und Muster B unterschiedliches Wissen liefern.</p>
<p>Ausgegangen muss auch davon werden, dass kein Mensch, das gesamte Wissen erlangen kann. Jeder Mensch könnte zwar alle Bücher lesen, aber es bleibt immer ein Restbestand, der nicht zu seinem oder ihrem Wissen wird. Man müsste sogar annehmen, dass nur der Mensch, der das Buch publiziert hat, alles Wissen, das in dem Buch steht, gewonnen hat. Sogar das ist nicht richtig, weil sogar eine lesende Person mehr Wissen haben kann, als der oder die eigentliche Autor_in. Beispiel: Mensch A liest E; und schreibt dann K. Wenn nun Mensch B aber Popper gelesen hat(P) in der Reihenfolge E,P,K oder E,K,P(um nur die einfachsten aufzuzeigen), dann könnte es mehr wissen. Es könnte sogar mehr über K wissen und hätte K womöglich besser verfasst. Dieses neue K hätte entweder mehr originäres oder (mehr oder weniger) redundantes Wissen im Inhalt. Jedoch ist gewiss, dass aus E nicht K entstehen kann, da das originäre Wissen dann aus dem nichts käme. Aus der Synthese von E und P könnte aber sehr wohl K entstehen, weil eine Kombination dieser Bücher neues Wissen erschaffen könnte, das in keinem der anderen so drinnen steht.</p>
<p>Aber zurück zum Wissenskonsum und die weitere Komplexitätserhöhung auf nun endlich sechs Bücher – Wissenschaftsgeschichte(W), Physik(EP) und Quanten(Q). Den meisten Nutzen gewinnt man dann, wenn man alle Bücher genau einmal liest. Dies ist aber nur der Fall, wenn man in seiner Lebenszeit genau sechs Bücher lesen kann. Das ist der einfachste Fall, da hier nur eine Reihenfolge der Buchlektüre gefunden werden muss, um maximalen Output zu erhalten. Dazu müssen aber die Bücher gewichtet werden – ich mache das mit drei Unterscheidungsmerkmalen:</p>
<ol>
<li>Naturwissenschaft/Geisteswissenschaft(N/G)</li>
<li>angewandt/(meta-)theoretisch(A/M)</li>
<li>komplex/nicht komplex(oder viel/wenig verstehen)</li>
</ol>
<p>Bei den beiden ersten Kategorien kommt kein Problem auf: Naturwissenschaft bleibt Naturwissenschaft, bei EP und Q,W – Geisteswissenschaften sind E,K,P. Metatheoretisch sind nur W und P.</p>
<p>Kategorie 3 die scheinbar auch einfach zuzuordnen wäre liefert ein Problem. Bei EP und E ist es klar, die sind nicht komplex, auch bei Q und K ist klar, das ist komplex, das geht in die Tiefe. Die Annahme, dass Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften genau die gleiche Komplexität habe ist bereits problematisch. Der wahre Knackpunkt eröffnet sich erst in der Wissenschaftstheorie. Beispiel P: Dieses Buch ist komplex, wenn man nicht E und K gelesen hat – wenn man beide Bücher gelesen hat, dann ist sicherlich K wesentlich komplexer. Aber selbst hier gibt es eine Ausnahme. Wenn man aber jetzt E,K und P gelesen hat erscheint W relativ einfach. Auch wenn man EP,Q und W gelesen hat erscheint auch P relativ einfach. Das heißt es gibt zwei verschiedene Wege, wie man W verstehen kann und zwei wie man P verstehen kann, ohne dass sie komplex erscheinen würden. Zusammenfassend also, ohne Variation der ersten drei Bücher, hier die vier Möglichkeiten:</p>
<p>E,K,P</p>
<p>E,K,P,W</p>
<p>EP,Q,W</p>
<p>EP,Q,W,P</p>
<p>Beide Wege führen zwar nicht zu dem gleichen Ergebnis, genauer gesagt ist es komplett anders, aber beide Wege machen aus dem Buch ein nicht komplexes, da es in beiden Fällen schon massives Vorwissen gibt(jeweils über P oder W) und dass der redundante Teil so stark ausgeprägt ist, dass sie an die Komplexität der Spezialbücher, die weit mehr originäres Wissen beinhalten, nicht heranreichen.</p>
<p>Ein Mensch kann aber erst im Nachhinein abschätzen, bei welchen Büchern der Wissenszuwachs am höchsten ist. Kommt man aus der Physik, aus der Philosophie oder hat man gar nur die Einführungen der beiden gelesen, oder nur die metatheoretischen Texte, all das ist möglich und relativ wahrscheinlich. Je nach dem wären andere Bücher sinnvoll. Wenn man nun aber mehr oder weniger Bücher lesen kann, wie ist dann der Nutzen aufgeteilt? Selbst bei maximal vier Büchern wäre die Reihenfolge E,EP,K,E möglich oder K,E,K,W. Man muss sogar annehmen, dass manche Kombinationen EXAKT das gleiche Wissen reproduzieren, andere wiederum nicht. Es kann sein, dass ein Mensch mit einem 4-er Muster mehr Wissen hat, als einer mit einem 5-er Muster.</p>
<p>Was sollte dies alles? Es legt offen, wie schwierig es ist seine persönliche Entwicklung zu planen oder sein Wissen irgendwie systematisch aufbauen. Da im Normalfall man nicht alle Bücher lesen kann, muss man sich entscheiden. Und dieser Entscheidungsprozess hängt, neben persönlichen und sozialen Faktoren, eben auch von der Kombination von Büchern ab. Selbst in der Physik, wo sich leichter ein Leitfaden aufbauen lässt, selbst dort ist ab irgendwann einmal Schluss – zumeist dann, wenn das Studium beginnt. Allein schon sechs Bücher können so komplex aufgebaut werden, dass man nicht mehr weiß, wie man welches Buch wann lesen muss – abgesehen einmal von der Frage ob Geistes- oder Naturwissenschaft. Selbst diese Unterteilungen sind ja auch in den wissenschaftstheoretischen Werken äußerst fragwürdig. Die Frage, ab welchem Wissenstand man publizieren darf/soll/kann, sie ist offensichtlich nicht zu beantworten. Auch die Frage, ab wann man sich mit solchen wissenstheoretischen Fragen zu beschäftigen hat oder kann, ist eine Frage, die nicht beantwortet werden kann.  Und dies alles kann nicht einmal in der einfachsten Sozialtheorie, dem Utilitarismus bzw. der Neoklassik beantwortet werden. Wie sieht es da dann mit wirklichkeitsgetreueren Modellen aus?</p>
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		<title>Fraglos Zeitlos</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 18:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>universaldilettant</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Was sagt man, wenn alles gesagt wurde, wenn man alles weiß, wenn man die Welt versteht. Wird man dann politisch aktiv, um seine Erkenntnisse umzusetzen? Betreibt man Gesinnungsterror, oder versucht man Lücken zu stopfen? Hält man sein Wissen geheim, oder geht damit hausieren? Soll man Menschen desavouieren, die offensichtlich nicht diese Ebene der Erkenntnis erreicht hat? Wo ist das Ende, wo der Anfang von dem was tolerierbar wird? Weil alle es gemacht haben, ist das Zeichen, dass es gut ist? Was ist das korrekte Verhältnis von Gelehrsamkeit und Mitteilungsdrang? Werden die Fragen weniger, wenn man alles weiß, wenn alles gesagt wurde, oder beginnen dann erst die wirklichen Dilemmata? Wo ist das Ende des Wissens? Und wo, vor Allem, ist der Beginn meines Blogs? Wer bestimmt Wert und Unwert des publizierten – und in welcher Wertkonnotation wird es genutzt? Wie weit muss man Konsequenzen in Input und Output abschätzen können und ab wann endet der eigene Einfluss?</p>
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